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Indianisches Horoskop

Die indianische Denkweise

beruht grundsätzlich auf einer prägenden Vorstellung: Die gesamte menschliche Existenz bewegt sich im Rahmen eines Kreislaufs. Dabei entscheidet das Datum der Geburt über den genauen Punkt, an dem der betreffende Mensch den Kreis betritt. Die entsprechende Phase kann zu einem der zwölf Monde in Verbindung gesetzt werden. Uralte Überlieferungen deuten naturverbunden Ihre Persönlichkeit.

Indianisches Horoskop

Indianisches Horoskop
Welt-Exklusiv: ca. 17 Seiten

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Die in zahlreiche Stämme und Kulturen verzweigten Ureinwohner Amerikas, die Indianer, hatten bei allen Unterschieden bezogen auf ihre Geschichte, ihren Lebensraum, die Bedingungen ihrer Existenz, ihren materiellen Kulturbesitz, ihre soziale Umwelt und ihre religiösen Vorstellungen doch eine anhand zahlreicher Beispiele hervortretende und nachweisbare Gemeinsamkeit.

Vielen sehr alten, gleichwohl aber zuverlässigen Überlieferungen können wir entnehmen, daß die Indianer den einzelnen Menschen nicht losgelöst und getrennt von seiner natürlichen Umgebung gesehen haben. Nach ihrer Anschauung, die auch in der Gegenwart nichts von ihrer Gültigkeit und ihrem Erkenntniswert verloren hat, bildet jeder Mensch vielmehr eine enge und unauflösliche Einheit mit der ihn umgebenden Natur.

Die indianische Astrologie ordnet den einzelnen Personen bestimmte Tiere (Schneegans, Otter, Puma, Habicht, Biber, Hirsch, Specht, Stör, Braunbär, Rabe, Schlange, Wapiti), bestimmte Pflanzen (Birke, Zitterpappel, Wegerich, Löwenzahn, Camasspflanze, Schafgarbe, Heckenrose, Himbeere, Veilchen, Königskerze, Distel, Schwarzfichte) und bestimmte Mineralien (Quarz, Silber, Türkis, Feueropal, Chrysokoll, Moosachat, Karneol, Eisen, Amethyst, Jaspis, Kupfer, Obsidian) zu.

Die ganzheitliche und allumfassende Betrachtungsweise des indianischen Horoskops geht aber noch einen bedeutenden Schritt weiter: Sie bezieht nämlich darüber hinaus auch die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer) in die Analyse ein.

Um die indianische Denkweise besser verstehen und um ihre prägenden Vorstellungen grundsätzlich einordnen zu können, müssen wir, uns über eines im klaren sein: Die gesamte menschliche Existenz bewegt sich nach Auffassung der Indianer im Rahmen eines Kreislaufs, der von der Geburt über den Tod bis zur Wiedergeburt reicht.

Nach indianischer Anschauung entscheidet das Datum der Geburt eines Menschen über den genauen Punkt, an dem das betreffende Individuum den Kreis betritt. Die entsprechende Phase kann zu einem der zwölf Monde in direkte Beziehung gesetzt werden - die Bandbreite reicht vom Mond der Erderneuerung bis zum Mond des langen Schnees.

Der indianischen Astrologie sind in diesem Zusammenhang Beschränkungen, Grenzen und Stillstand fremd. Sie geht vielmehr grundsätzlich davon aus, dass jeder Mensch in seinem Leben die Möglichkeit hat, seinen Horizont kontinuierlich zu erweitern und durch neue Erkenntnisse und Einsichten in höhere Ebenen des Bewusstseins vorzudringen. Auf den beschriebenen Kreislauf bezogen, heißt das: An einem bestimmten Punkt, der Geburt, betritt jedes menschliche Lebewesen diesen Kreis. Dies ist aber wohlgemerkt nur der persönliche Ausgangspunkt des Menschen, denn nun ist ihm die großartige Gelegenheit gegeben, sich innerhalb dieses Kreises zu bewegen, ihn gleichsam zu durchwandern.